Proteine, Bausteine des Körpers

 

 

Ohne Proteine, auch Eiweiss genannt, ist kein Leben möglich.

Der Körper benötigt davon ca. 0.8g / kg Körpergewicht pro Tag für:

  • das Immunsystem
  • den Zellaufbau – Muskeln, Knochen, Knorpel, Bindegewebe, Haut, Haare, Nägel…
  • den Aufbau von Enzymen und Hormonen
  • die Übertragung von Nervenimpulsen
  • den Transport von Sauerstoff und Fetten
  • den Aufbau von Kollagen, Antikörpern, Gerinnungsfaktoren etc.

Zuviel Eiweiss – egal ob pflanzlicher oder tierischer Herkunft – stellt eine grosse Belastung für den Körper dar, weil er das überflüssige Eiweiss unter hohem Energieaufwand über die Leber in Glukose umwandeln muss.

Pflanzliche Eiweisse sind wesentlich leichter zu verstoffwechseln, als Eiweisse tierischer Herkunft. Durch den geringeren Energieaufwand bei der Verstoffwechselung des pflanzlichen Eiweisses, baut der Körper Energiereserven auf, die ihm zusätzliche Power geben. Gutes Eiweiss ist in den meisten

Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja usw.),Gemüse/-Getreidearten vorhanden. Hier ist auf biologischen Anbau zu achten.

Kleine Geschichtsstunde: Mit dem Wachstum der Bevölkerung in Europa nahm der Anbau von Eiweißpflanzen zu. Aufgrund ihrer guten Eigenschaften zur Vorratshaltung und ihrer sättigenden Wirkung betrug der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Hülsenfrüchten um 1850 noch 20 kg. Heute sind sie etwas in Vergessenheit geraten und der Verbrauch beträgt gerade mal 500 g pro Jahr – Tendenz jedoch wieder steigend! Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung spielen Hülsenfrüchte nämlich eine immer wichtigere Rolle – nicht nur für Menschen, die auf tierisches Eiweiß verzichten müssen oder wollen.

 

Tierische Eiweisse in Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern haben einen sehr hohen Anteil an Purinen (Harnsäure), die massgeblich an der Übersäuerung des Körpers beteiligt sind.

In jenen Mengen, wie sie heute von vielen Menschen verzehrt werden, sind sie daher eher als schädlich zu bezeichnen.

 

Wer häufig tierische Eiweisse (Fleisch, Fleischpasten, Wurstwaren) verzehrt, führt seinem Körper nicht nur ständig ein Übermass an Eiweissen, sondern auch reichlich Chemikalien und Purine zu. Überschüssiges tierisches Eiweiss wird im Körper gespeichert, in das Bindegewebe und die Blutgefässe eingelagert. (Arteriosklerose…)

 

Fischeiweiss ist grundsätzlich leichter verdaulich. Auch liefert Fisch die in der modernen Ernährung oft seltenen Omega-3-Fettsäuren.

 

Milch sollte eher wenig und wenn, in angesäuerter Form (Joghurt, Quark, Dickmilch, Kefir…) verzehrt werden.

 

Eier weisen die höchste biologische Wertigkeit an Nahrungsproteinen auf, sind reich an Fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) und enthalten das wertvolle Lezithin.

Das wertvollste ist das Eigelb, da fast alle Nährstoffe darin enthalten sind. Das Eiklar besteht hauptsächlich aus Wasser. Eier weisen einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin auf. Das ebenfalls enthaltene Lezithin kann viel Cholesterin im Darm binden und zur Ausscheidung bringen. Somit sind Eier als «Cholesterinbomben» entschärft!

Eine grosse Rolle für den Nährstoffgehalt spielt die Fütterung und Haltung der Hühner.

Eier sind umso leichter verdaulich, desto weniger stark gebraten oder gekocht sie sind.

 

Tipps für Ostereier:

  • Damit gekochte Eier gut geschält werden können, sollten sie mindestens eine Woche alt sein.
  • Damit die Schale beim Kochen nicht platzt, sollt das Ei nicht zu gross sein und vor dem Kochen Zimmertemperatur aufweisen.
  • Das Abschrecken der Eier verkürzt die Haltedauer auf wenige Tage, da Keime ins Innere gelangen können (zerstört Häutchen unter der Schale) Deshalb sollten solche Eier so rasch wie möglich gegessen werden.
  • Nicht abgeschreckte Eier sind 2-3 Wochen haltbar.
  • Abgeschreckte Eier lassen sich nicht besser schälen.
  • Im Zwiebelsud gefärbte Eier sollten innerhalb von fünf Tagen gegessen werden.
  • Auch harte Eier sollten nicht zu lange gekocht werden, sonst wird das Eigelb krümelig und verfärbt sich grün-grau.
  • Das Erfolgsgeheimnis ist eine möglichst harte Schale. Siegereier sind deshalb Eier von jungen Hühnern. Diese enthalten mehr Protein und sind deshalb stabiler.

Text von Karin Then, dipl. Naturheilpraktikerin TEN