HEALTH TALK im mRC – KRISTINA
Lebensfroh. Willensstark. Unaufhaltsam.
Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und man spürt sofort: Da ist Energie. Da ist Leben. Kristina ist so ein Mensch. Sie lacht viel, sie erzählt offen, sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie beschreibt sich als willensstark und manchmal ungeduldig. Was sie nicht sagt: Diese Willensstärke hat ihr das Leben zurückgegeben.
Kristina liest unseren Newsletter, fühlt sich Teil der mRC Familie und wollte ihre Geschichte teilen. Sie ist seit drei Jahren bei uns und kam erst am Ende ihrer Gesundheitsreise zu uns. 8 Jahre pausenlose Schmerzen hatten ihr viel von ihrer quirligen, lebendigen Art genommen. Umso mehr ist diese Lebendigkeit jetzt wieder da.
Eine junge Frau, die die Welt sehen wollte
Wie beschreibst du dich, Kristina?
“Unbesorgt, lebensfroh, gerne unter Leuten, spontan, offen für Neues, etwas ungeduldig und manchmal dickköpfig,” sagt sie und lacht.
Sie hatte gerade ihren Master in Biologie abgeschlossen, in Freiburg im Breisgau. Zwei Wochen später sass sie in der Schweiz. Eigentlich ein Zufall.
“Ich dachte, ich hätte mich in Basel beworben und könnte in Freiburg wohnen bleiben. Dann stellte sich heraus: Rotkreuz. In die Schweiz zu ziehen war gar nicht mein Plan.” Aber Kristina wäre nicht Kristina, wenn sie nicht gesagt hätte: “Wenn ich’s nicht ausprobiere, weiss ich nicht, wie es ist.”
Das war vor zehn Jahren. Ab Tag eins fühlte sie sich wohl, fand tolle Arbeitskollegen, die bis heute sehr gute Freunde sind. Und zum ersten Mal in ihrem Leben hatte sie Geld. “Als Studentin hatte ich seeehr wenig Geld und bin dementsprechend nicht gereist. Mit dem Wechsel ins Berufsleben wollte ich etwas von der Welt sehen.”
Was war dir damals wichtig?
“Das Leben in allen Zügen geniessen. Aktiv sein, mit Freunden etwas unternehmen, reisen, glücklich sein.”
Hattest du Träume oder Ziele?
“Als Studentin mit wenig Geld bin ich dementsprechend nicht gereist. Mit dem Wechsel ins Berufsleben und finanziell etwas stabiler, wollte ich etwas von der Welt sehen.”
Ich frage Kristina: Diese Haltung, “wenn ich’s nicht ausprobiere, weiss ich nicht, wie es ist”, hat dir die auch beim Rücken geholfen? “Darüber habe ich noch nie nachgedacht, aber ich finde das einen spannenden Ansatz. Und ich würde sagen: schon. Das ist meine Haltung auch gegenüber anderen Leuten und Situationen. Ich versuche immer unvoreingenommen reinzugehen. So war es auch, als ich in die Schweiz kam. Ich wollte einfach mal schauen und nun sind es bereits zehn Jahre.”
Gab es Warnsignale?
“Anfang 20 hatte ich zwei, drei Mal einen Hexenschuss. Mein Arzt meinte damals, ich solle Übungen machen, um den Rücken zu stärken. Das habe ich leider nie gemacht. Mit Anfang 20 war so ein Hexenschuss nach zwei, drei Tagen im Bett ja wieder weg. Und dann macht man sich als junger Mensch auch keine grossen Sorgen.”
Tag 2 auf Bali
Kristina war 29. Hatte sich ihre ersten grossen Ferien gebucht. Drei Wochen Bali und Lombok mit Rucksack. Mehrere Stationen. Das Abenteuer ihres Lebens.
Es wurde ein Abenteuer, aber ein anderes als geplant.
“Tag 2. Wir kamen mit dem Boot an. Im knietiefem Wasser wollte ich nicht warten, bis mein damaliger Freund mir mit dem schweren Rucksack hilft. Ich habe mich stattdessen selbst in einer ungünstigen Position schräg nach hinten gebeugt, um den Rucksack auf meinen Rücken zu platzieren, und genau da ist es mir voll in den Rücken gefahren.”
Hat sie die Ferien abgebrochen? Natürlich nicht. Willensstark wie sie ist, lief sie 45 Minuten mit Rucksack durch den Sand zur Unterkunft. “Der richtige Schock kam erst in der Nacht. Ich bin aufgewacht und konnte mich vor Schmerzen nicht bewegen. Mit aller Müh und Not habe ich es nach etlichen Minuten geschafft, mich im Bett aufzusetzen, und habe heulend meinen Freund geweckt: Er soll mir Schmerzmittel aus dem Rucksack geben, weil ich mich nicht bewegen kann. Das war sehr unheimlich.”
Die Ferien hat sie nicht abgebrochen. Aber dort begann die Odyssee.
8 Jahre Suche
Was folgte, liest sich wie ein Marathon. Mindestens 3 Orthopäden und Rückenspezialisten, 5 verschiedene Physiotherapeuten, 2 bis 3 Osteopathen, 1 Heilpraktiker, 2 Chiropraktiker, Spiraltherapie, Craniosakraltherapie, Yoga, Infiltration und ein Orthopäde, der einfach “abschneiden” wollte.
“Im MRI hat sich gezeigt, dass zwei Bandscheiben etwas rausdrücken, was aber nicht die Ursache sein muss, zumal sie auf keinen Nerv drücken. Bis heute weiss man nicht, was die genaue Ursache ist.”
Die OP lehnte Kristina ab. “Ich hatte keine Garantie, dass meine Schmerzen danach weg sind. Eine OP kam für mich erst infrage, wenn ich ALLE Optionen ausprobiert habe.”
Yoga half vier Jahre lang, bis es ihr zweimal so heftig in den Rücken fuhr, dass es ihr die Beine wegnahm. Dann die Infiltration: sechs Spritzen ohne Betäubung in die Wirbelsäule. Bei manchen Menschen hält das Jahre. Bei Kristina zwei Monate.
Der letzte Versuch: Nerven veröden. Aber der Test dafür schlug nicht an. “Da war ich wirklich am Ende mit meinem Latein.”
Was der Schmerz mit ihr machte
“Mein Leben war sehr eingeschränkt. Sehr. In den letzten zwei bis drei Jahren waren zehn Minuten am Stück laufen, ohne sich hinsetzen zu müssen, schon das höchste der Gefühle. Stehen ging genauso schlecht. Sitzen nur bedingt. Ich habe nicht mehr ohne Schmerzen existiert.”
“Das hat mir auch aufs Gemüt geschlagen. Ich habe immer gesagt: Wäre ich nicht so ein lebensfroher Mensch, wäre ich bestimmt schon depressiv.”
“Reisen war schon gar keine Option mehr. Mit Freunden etwas machen nur bedingt. Man musste immer auf mich Rücksicht nehmen. Irgendwann habe ich nur noch mit der Krankheit `Rücken’ existiert. Ich wurde damit in Verbindung gebracht. Ständig wurde ich von meinem Umfeld gefragt, wie es meinem Rücken geht. Was natürlich sehr schön ist, wenn sich die Menschen um einen herum sorgen, aber irgendwann ist man es auch leid, dass man mit dem Leiden ‘eins’ ist.” Kristinas Partner hat es an ihren Augen gesehen, wann sie heftige Schmerzen hatte. Er war eine grosse Stütze in dieser Zeit. Sie wollte nicht immer jammern, auch wenn sie das gekonnt hätte bei solch starken Schmerzen.
“Ich hatte gar nicht mehr die Energie zu jammern. Ich stumpfte schmerztechnisch ab über eine gewisse Zeit. Emotionen aufzubringen war an sich schon anstrengend.”
Aus der Psychosomatik wissen wir: Wer ständig über Schmerzen spricht, hält sie lebendig, anstatt die Gesundheit zu nähren. Dies gilt übrigens bei allem im Leben. Kristina hat das instinktiv richtig gemacht, ohne es bewusst so geplant zu haben.
Sich bewegen wie ein Roboter
“Ich habe mich nur noch kontrolliert bewegt. Nichts war mehr unkontrolliert. Bei jedem Niesen musste ich meinen ganzen Körper anspannen, weil ich Angst davor hatte. Beim Niesen ist es mir nämlich auch schon ein paar Mal in den Rücken gefahren.”
“Eine Physiotherapeutin meinte mal, dass ich mich wie ein Roboter bewegen würde. Sogar das Hinsetzen und Aufstehen von einem Stuhl war kontrolliert. Der Schmerz hatte sich so in meinem Kopf verankert.”
“Loslassen und zum Beispiel einfach mal niesen, ohne die Muskeln anzuspannen, war ein riesiges Thema für mich. Aus Angst vor dem Schmerz.” Wie herausfordernd das für jemanden sein muss, der eigentlich spontan und unbeschwert durchs Leben geht, kann man sich kaum vorstellen.
Unsichtbar krank
“Ich habe gemerkt, wie schwierig unsere Welt für körperlich eingeschränkte Menschen zu bewältigen ist. Täglich stehen solche Menschen vor Hürden, die für nicht eingeschränkte Menschen ‘nichts’ sind. Jeder Bordstein, jede Treppe, jede kleine Schwelle mit einem Koffer war eine sehr grosse Herausforderung.” “Im Tram stehen war teilweise unmöglich. Aber wie soll ich jemandem sagen, dass ich nicht stehen kann, schon gar nicht wenn es ruckelt? Das sieht man mir als jungem Menschen ja gar nicht an. Da bietet mir niemand seinen Platz an.”
“Durch den Health Talk wurde mir nochmals bewusst, was ich alles durchgemacht habe und wie ungünstig unsere Welt ist für Menschen mit Einschränkungen.” Und wie froh ich bin, dass es mir wieder gut geht.
Der Satz ihrer Mutter
Kristina ging weiter arbeiten. Auch als sie nicht mehr aufrecht stehen konnte. Nur vornübergebeugt. “Mein Motto war: Mit Schmerzmittel geht das schon.”
Bis ihre Mutter anrief. “Kristina, an deinem Grab steht dann niemand und sagt: Aber gearbeitet hat sie bis zum Schluss!” Kristina lacht, als sie das erzählt. “Natürlich sehr überspitzt. Aber das war ein Moment, wo mir klar wurde: Ich muss mich darum kümmern. Ich wollte meine Schmerzen erstmal nicht wahrhaben und lieber betäuben und ignorieren.”
Hast du dich einmal mit dem Thema Psychosomatik auseinandergesetzt?
“Ich habe mir überlegt, eine Schmerztherapie zu machen. Aber durch das Training ging es mir so viel besser, dass ich es nicht mehr machte.”
Das erste Gespräch mit Yvonne
Als alle Optionen erschöpft schienen, kam über eine Empfehlung der Hinweis: das medizinische Rücken-Center.
“Ich erinnere mich an das erste Gespräch mit Yvonne. Sie fragte mich nach meinen Zielen. Ich sagte: Ich bin mir bewusst, dass ich wohl mein Leben lang mit Schmerzen leben werde. Aber ich wünsche mir Tage, an denen die Schmerzen weniger sind.”
Yvonnes Antwort: “Oder einfach keine Schmerzen mehr zu haben.”
“Das war für mich zu dem Zeitpunkt gar keine Option. Im Leben hätte ich nicht mal gewagt, an so etwas zu denken. Das ist mir wirklich hängen geblieben und hat mir das erste Mal seit Langem Hoffnung gegeben.”
Kettlebells statt Vorsicht – Der Wendepunkt
Ich frage Kristina: Was hat dich dazu gebracht, dich auf dieses Experiment Kettlebells einzulassen?
“Ich habe gehadert und war mir nicht sicher, ob ich das machen soll. Weil ich mich 8 Jahre lang kontrolliert habe. Da ich aber so unendlich vieles ausprobiert habe und das mit den Nerven veröden nicht machbar war, habe ich aufgegeben und mich gefragt: Was habe ich zu verlieren? Ich muss es einfach ausprobieren.”
“Mein erstes Training mit Ulisse (und später auch mit Jürg), das war der Wendepunkt. Da sollte ich hüpfen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das wirklich so machen soll. Weil das allem widersprach, was ich in den letzten acht Jahren beigebracht bekommen habe: vorsichtig, bewusst, kontrolliert! Jetzt sollte ich auf einmal Kettlebells rumschwingen und hüpfen.” Sie lacht dabei herzlich.
Sie dachte: Was habe ich zu verlieren? Und stieg voll ein. “Am nächsten Tag hatte ich starke Rückenschmerzen und da hatte ich kurz Angst, dass es doch zu viel war. Aber dann wurde mir bewusst, dass der Schmerz anders war als sonst, das war Muskelkater.”
Zur Erklärung: Ulisse ist einer unserer eingemieteten selbständigen Physiotherapeuten von Startpunkt Physiotherapie, die es bei uns und auch in Uster gibt.
Die grösste Herausforderung? “Nicht zu übertreiben. Meinte auch Jürg,” sagt sie und lacht. Aufgeben? “Nein. Mit jedem Training ging es mir besser. Ich hatte ENDLICH gefunden, was mir hilft. Völlig egal, was die Ursache für meine Schmerzen ist, die Lösung ist Muskelaufbau. Und zwar nicht zu knapp.”
“Ich wurde immer sicherer. Und lernte loszulassen. Durch die kleinen Erfolgserlebnisse lernte ich immer mehr zu vertrauen.”
“Durch dieses Rückenthema habe ich gelernt, auf meinen Körper zu achten und zu hören.”
Der Moment, der alles veränderte
Es war ihr Freund, der ihr den Spiegel vorhielt.
“Ich meinte mal: Wie soll ich im Flieger mein Handgepäck oben ins Ablagefach legen, wenn ich alleine reise? Da muss ich immer jemanden fragen. Daraufhin meinte er nur: Aber du machst doch genau so eine Übung mit 8 bis 12 kg Kettlebells. Die sind schwerer.”
“Das war auch so ein Moment, wo mir klar wurde, dass ich nicht mehr die Kristina mit Rückenschmerzen bin, die ‘das nicht kann’. Nach und nach konnte ich Übungen aus dem mRC in meinen Alltag übersetzen, was mir immer mehr Sicherheit gegeben hat.”
Wann wurdest du wieder Kristina, wie sie leibt und lebt?
”Mein jetziger Freund hat zu mir den für mich entscheidenden Schlüsselsatz gesagt: Ich glaube, du hast gar kein Rückenthema mehr! Das ist durch!”
“Schon längere Zeit davor war ich wieder ich, aber ich habe es gar nicht realisiert. Und als er das sagte, dachte ich: Wow, stimmt. Ich habe kein Rückenthema mehr.”
Aus wesenspsychologischer Sicht erleben wir hier etwas Wunderbares: Kristina löst sich von einer Identität, die nie ihre war, “die mit den Rückenschmerzen”, und kehrt zurück zu dem, was sie eigentlich ist: lebensfroh, spontan, unaufhaltsam. Die Krankheit war nie ihr Wesen. Sie war eine Schicht darüber. Manchmal braucht es einen Menschen von aussen, der uns sagt, was wir selbst noch nicht sehen können.
Sich die Erlaubnis geben, wieder gesund zu sein
Ich frage Kristina: Wie fühlt sich das an, sich selbst die Erlaubnis zu geben, wieder gesund zu sein?
“Super Frage,” sagt sie und lacht.
“Befreiend. Und manchmal glaube ich es gar nicht. Zwischendurch kommt es immer mal wieder. Es geht aber immer schneller wieder weg.”
“Grundsätzlich erlaube ich mir aber wieder Sachen zu machen, die zuvor undenkbar gewesen sind. Und ich kann wieder geniessen. Das fühlt sich sehr gut an.”
“Es wird mir auch bewusst, wenn mein Freund nach einer vierstündigen Wanderung sagt: Das wäre vor zwei Jahren undenkbar gewesen.”
Was hast du über Ungeduld gelernt, du, die ungeduldig ist?
“Ich bin glaube ich immer noch ein sehr ungeduldiger Mensch. Aber ich habe gelernt, nicht zu viel aufs Mal zu wollen.”
“Ich bin schnell motiviert, aber es ist auch schnell wieder weg. Ich will oft zu schnell zu viel.
Jürg hat mich auch immer wieder darauf aufmerksam gemacht, langsam mehr zu machen und vor allem dranzubleiben.”
Ich frage: Du gehst anders mit deiner Ungeduld um?
“Ja, stimmt,” sagt Kristina und erzählt die Geschichte mit dem Mann am Fahrradparkplatz. Er musste noch etwas erledigen und es war der einzige Platz, wo sie ihr Fahrrad hinstellen konnte. Er entschuldigte sich. Kristina sagte: Kein Stress. “Was ihn sehr überraschte, dass es mitten in Zürich Menschen gibt, die ‘kein Stress’ sagen und es dann auch noch so meinen. ”Meiner Meinung nach ist dies das beste Beispiel, wie Kristina gelernt hat, mit ihrer Ungeduld umzugehen. Genial!
Das Leben heute
“Ich bin immer noch ich, nur nicht mehr durch Schmerzen getrübt.”
Seit knapp zwei Jahren ist Kristina primär schmerzfrei.
“Ich habe letztes Jahr das Wandern für mich entdeckt. Vier Stunden laufen war vor zwei, drei Jahren uuuuundenkbar gewesen.”
“Wirklich oft fällt von meinem Freund oder mir der Satz: Das wäre früher unmöglich gewesen.”
Was sie am neuen Leben mag? “Ich kann einfach wieder alles machen, was vorher nicht machbar war, und Neues erleben. Wandern. Husky-Schlitten fahren.”
Vermisst sie etwas? “Nö.”
Fluch oder Segen? “Segen. Muskelaufbau wird mein Körper mir generell mal danken. Nicht nur in Bezug auf meine Rückenschmerzen.”
Was sie ihrem früheren Ich sagen würde? “Mach was für deinen Rücken. Wenigstens ein bisschen.”
Kristinas Botschaft
“Den Mut nicht verlieren. Es gibt etwas, das dir hilft. Auch wenn es unmöglich scheint.”
Ihr Leitsatz? “Zwei gehen noch,” sagt sie und grinst.
Wer im mRC trainiert, kennt diesen Satz. Er steht für: Du kannst mehr, als du denkst. Immer noch zwei Wiederholungen mehr. Im Training und aus meiner Erfahrung auch im Leben.
Was sie anderen zeigen möchte?
“Es lohnt sich, nicht aufzugeben. Es gibt das ‘eine’, was einem hilft und zu finden gilt. Aber auch, dass man geniessen darf und soll. Selbst die kleinen Dinge, wie ein Spaziergang oder ein Essen mit Freunden, sind Gold wert und nicht selbstverständlich.”
“Alles ausprobieren, was einem über den Weg läuft, und nicht dem erstbesten Arzt alles glauben. Ich habe meinen Körper auch lange als Feind angesehen, der mich sabotiert. Meine Yogalehrerin meinte einmal, ich solle versuchen das andersherum zu sehen: dass mein Körper mir mit den Schmerzen versucht zu zeigen, dass etwas nicht richtig ist.”
“Für mich persönlich war auch Osteopathie etwas sehr Hilfreiches. Wenn ich mit Menschen darüber spreche, die es interessiert, gebe ich gerne meine Erfahrungen weiter.”
“Ich bin ein lösungsorientierter Mensch. Und habe mich immer darum gekümmert, dass es wieder besser wird.”
Kristina und das mRC
“Über die Empfehlung der Mutter meines Freundes bin ich hergekommen.”
Was bedeutet das mRC für sie?
“Alles geben! Im mRC wird man ernst genommen. Das war bei den Ärzten oft anders, wenn man nicht weiss, was die Ursache ist, dann gibt es auch nicht wirklich was zu behandeln. Ich fühle mich als Teil einer Gemeinschaft, die hier und da dieselben Probleme teilt.”
Wie hat das mRC sie unterstützt?
“Das war die Lösung für meine Schmerzen.”
Was mag sie besonders?
“Das Familiäre und die Kompetenz.”
Würde sie es weiterempfehlen?
“Auf jeden Fall.”
Was möchtest du unseren Lesern noch sagen?
“Ich glaube, es ist rund. Das ist meine Geschichte. Ich bin einfach sehr froh, dass ich das Ruggi gefunden habe.”
Kristina ist 39 Jahre alt. Sie wandert wieder. Sie reist wieder. Sie lebt wieder, ohne Schmerzen. Nicht, weil jemand ihre Schmerzen mit einem Skalpell entfernt hat, sondern weil sie drangeblieben ist. 8 Jahre lang. Willensstark. Lebensfroh. Unaufhaltsam.
Wenn du gerade an einem Punkt stehst, an dem du nicht mehr weiterweisst, dann lass dich von Kristinas Geschichte erinnern: Es gibt immer noch einen Weg. Manchmal liegt er dort, wo du ihn am wenigsten erwartest. Und manchmal braucht es einfach den richtigen Ort und die richtigen Menschen, die an dich glauben.
Jede Geschichte verdient es, gehört zu werden. 🙏
Von Herzen,
Sandra 💖
Zürich, Juli 2026