Weihnachts-Beleuchtung Löwenstrasse

Weihnachts-Beleuchtung Löwenstrasse

 

Ein Sternenhimmel der seiner Zeit voraus ist.

Unzähligen PET-Flaschen wurden zu rund 900 leuchtenden Sterne verarbeitet und warten jedes Jahr auf ihren grossen Auftritt, wenn sie ab November die gesamte Löwenstrasse beleuchten.

Dass die Sterne aus geschrumpften PET-Flaschen bestehen, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Generell ist der Vereinigung Löwenstrasse ökologisches und soziales Engagement ein Anliegen.

So erfolgte die gesamte Herstellung der Sterne im Rahmen sozialer Arbeitsprojekte durch das Werk- und Wohnhaus zur Weid in Mettmenstetten und das Bezirksgefängnis Pfäffikon. In beiden Institutionen wurde die Arbeit als tolle Abwechslung angenommen und so ergaben sich auch wertvolle soziale Kontakte.

 

Die verwendete LED-Technologie war damals noch wenig entwickelt und der Zeit voraus. Tatsächlich verbraucht eine Sternengirlande mit 27 Sternen in der Löwenstrasse nur so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne und leuchtet rund 100 000 Stunden. 

Die kreativen Köpfe dieser Weihnachtsbeleuchtung sind der bekannte Lichtkünstler Francesco Mariotti und Beat Seeberger.

www.löwenstrasse-zürich.ch

 

Best Friend

Best Friend

Kreuz und Beckenboden sind «best friend»

Plagt Sie Ihr Kreuz? Schiesst manchmal die Hexe in Ihren Rücken?

Sie bringen Ihre Rückenbeschwerden einfach nicht weg, obwohl Sie regelmässig Ihre Übungen machen?

Ihr Beckenboden ist der beste Freund Ihres Rückens, wie auch die Bauchmuskeln. Diese drei arbeiten zusammen und brauchen einander. Auch über die Faszien sind Bauch, Beckenboden und Rücken miteinander in direkter Verbindung. So sollen auch alle drei ins Training von Rückenschmerzen mit einbezogen werden.

Seit 35 Jahren therapiere ich Klienten mit Rücken- und Beckenboden-Beschwerden.

Hier meine 10 Tipps für «BEST FRIEND» von Rücken und Beckenboden:

1. Beckenboden wahrnehmen

Spüren Sie Ihre Körperöffnungen. Können Sie diese verschliessen und auch wieder loslassen? Können Sie diese auch in sich hineinziehen. Haben Sie eine Vorstellung Ihres Beckenbodens? Tasten Sie sich vom Schambein bis zum Steissbein alles entlang Ihrer Beckenknochen. In diesem knöchernen Rahmen befindet sich der Beckenboden und verschliesst das Becken nach unten.

2. Beckenrollen für eine lockere Lendenwirbelsäule

Bewegen Sie ihr Becken auf alle Seiten. Wie bei einem lateinamerikanischen Tanz. Betonen Sie die Vor- und Rück-Bewegung des Beckens, Ihr Schambein zieht dabei in Richtung Bauchnabel und danach strecken Sie Ihr Steissbein weit nach hinten hinaus. Dies geht im Sitzen, Liegen und Stehen. Wenn Sie ihr Becken bewegen, bewegt sich die Lendenwirbelsäule immer mit.

3. Aufrechte Körper-Haltung

Die Aufrichtung Ihres Körpers mit der Längsspannung der Wirbelsäule befreit den Rücken, wie auch den Beckenboden (und die Bandscheiben, die Wirbelgelenke…) vor andauernden Druckbelastungen. Richten Sie sich auf, kommen Sie aus der Bananen-Haltung raus.

4. Richtiges WC-Verhalten – kein Pressen

Pressen ist auch wieder eine Druckbelastung für Rücken und Beckenboden. Ihr Stuhlgang soll geschmeidig sein. Chronische Verstopfung gehört medizinisch abgeklärt und entsprechend behandelt. Auch beim Wasserlösen lassen Sie sich Zeit, nicht mit Druck den Harnstrahl verstärken, lassen Sie es einfach fliessen.

5. Stabilität im Rumpf

Ihr Beckenboden und die tiefliegenden Rücken- (m. multifidis) und Bauchmuskulatur (m. transversus abdominalis) arbeiten synergistisch (= als Freunde miteinander).

Vor jedem Hochheben einer Last, bei jedem kraftvollen Ziehen oder Stossen eines Wiederstandes immer zuerst den Beckenboden anspannen. So erhalten Sie von selbst auch eine Spannung in Bauch und Rücken, welche die Wirbelsäule stabilisiert und Sie dadurch stärker macht.

6. Beckenboden kräftigen 

Trainieren Sie Ihren Beckenboden. Anspannen (während der Ausatmung) und Loslassen (mit der Einatmung) im Wechsel. Dies über den Tag verteilt immer wieder 5-10 Mal am Stück in verschiedenen Positionen (stehen, sitzen, liegen, beim Gehen, beim Training). Am effizientesten ist das Beckenbodentraining jedoch auf dem PelviPower.

7. Recken und strecken

Heben Sie regelmässig die Arme nach oben und strecken Sie sich genüsslich in die Länge. Auch im Liegen strecken Sie immer mal wieder alle Viere von sich, am besten noch ein grosses Kissen (oder Rolle, oder Ball) unter den Rücken legen.

8. Tägliche Abfolge von Beckenboden- und Rücken-Übungen

Egal ob am Morgen oder Abend, mit der von mir zusammengestellten Abfolge von verschiedenen Übungen in Rücklage mit einem Softball unter dem Gesäss, wirken diese mobilisierend, durchblutend und kräftigend auf Ihre Rücken- und die Beckenbodenmuskulatur. Zudem dehnen und aktivieren Sie Ihre Bauch-, die Oberschenkelinnenseitige- und die Hüftbeugemuskulatur. Den Softball finden Sie in unserem Onlineshop. Die Übungsabfolge zeige ich Ihnen in diesem Film vor: https://www.youtube.com/watch?v=KMIcVukeej4

9. Richtig stehen

Stehen Sie möglichst auf beiden Beinen. Oft hängen wir im Stehen einbeinig und belasten immer das gleiche Bein. In dieser Haltung sind Sie im Becken und im ganzen Rücken schräg und verschoben.

10. Gesunder Lebenstil

Täglich 10’000 Schritte gehen. Genügend Wasser trinken, soviel dass Sie pro Tag 1.5 Liter Urin ausscheiden. Auf basische Ernährung achten. Zweimal wöchentlich ins Krafttraining. Genügend Schlaf, Ängste und Sorgen loslassen. Für Ruhe, Gelassenheit und Entspannung sorgen, damit Ihr Parasympathikus (Anteil vom vegetativen Nervensystem, welcher Heilung, Regeneration und Aufbau ermöglicht) wirken kann.

Brauchen Sie Unterstützung auf Ihrem Weg zum schmerzfreien Rücken?

Kompetent und motiviert steht das Team des med. Rücken-Centers und ich Ihnen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Terminvereinbarung.

Yvonne Keller, Sept. 2022

PelviPower Therapie & Training

PelviPower Therapie & Training

Trainieren Sie alle Muskeln Ihres Beckens effizient und wirkungsvoll auf dem PelviPower. Empfohlen bei Rücken- und Beckenboden-Beschwerden.

Das von Therapeuten und Ärzten entwickelte PelviPower Gerät mit verschiedenen zielgerichteten Programmen steht für die moderne Form eines effizienten und wirksamen Trainings.

Über repetitive periphere Muskelstimulation mittels eines Magnetfeldes, auch bekannt als „extrakorporale Magnetstimulation” wird besonders der neuromuskuläre Aufbau und die Stärkung des Beckenbodens effizient trainiert.

Das PelviPower Training ist bequem und wird in voller Kleidung, auf dem PelviPower sitzend durchgeführt.

15 – 20 Sitzungen à 18 Min. sind für gute Resultate empfohlen.

Inkontinenz oder sexuelle Dysfunktionen sind oftmals Folgen eines vernachlässigten Trainings der Körpermitte. Darüber hinaus führt eine gestärkte Körpermitte zu einer Verbesserung der Körperhaltung und kann Rückenbeschwerden lindern, das Gewebe rund um Gesäss und Oberschenkel straffen sowie Potenz und Libido verbessern.

Das herkömmliche Eigentraining des Beckenbodens, ist ein wichtiges Element der Prävention und Therapie. Es wird aber oft zu wenig regelmässig und dauerhaft ausgeführt. Die herkömmlichen Elektrotherapien haben den Nachteil, dass sie invasiv sind und einen Eingriff in die Intimzone erfordern und somit auch ein gewisses Infektionsrisiko mit sich bringen.

Wir sind überzeugt, dass das PelviPower Training in Kombination mit der Beckenboden-Recovery-Methode oder in Kombination unseres Aufbautrainings vielen Betroffenen hilft, ihre Beschwerden zu lindern, die Gesundheit zu stärken und die Lebensqualität zu steigern.

Ein weiteres Gerät, der Bio- Feedback-Trainier macht Ihre Beckenbodenanspannungen und -entspannungen sichtbar und dient auch zum Test wie gut Sie Ihren Beckenboden bereits anspannen und loslassen können.

Vereinbaren Sie hier Ihre kostenlose Probelektion auf dem PelviPower.

Weiter Infos: www.pelvipower.com

Film über das PelviPower Training.

Weitere Infos zur Beckenboden-Recovery Methode von Yvonne Keller.

Kosten des PelviPowers mit der Weihnachtsaktion 2022

Eine Probelektion ist kostenlos. Wir bitten um Voranmeldung.

  • 5er Abo Fr. 250.- bis 31.12.22 Aktion 20% = Fr. 200.-
  • 10er Abo Fr. 450.- bis 31.12.22 Aktion 20% = Fr. 360.-
  • 15er Abo Fr. 650.- bis 31.12.22 Aktion 20% = Fr. 520.-
  • 20er Abo Fr. 800.- bis 31.12.22 Aktion 20% = Fr. 640.-

Mitglieder des mRC erhalten bis 31.12.22 40% auf den regulären Preis!

Das PelviPower Training/Therapie ist empfohlen zur:

  • Muskelstärkung, Muskeldurchblutung, Stoffwechselanregung und Muskelentspannung des Beckenbodens und der umliegenden Becken-, Rücken-, Rumpf-, Hüft- und Gesässmuskulatur.

Dies hilft bei:

  • Inkontinenz (vorausgesetzt die Symptomatik bezieht sich auf die Folgen einer insuffizienten Beckenbodenmuskulatur)
    • Stress- / Belastungsinkontinenz
    • Dranginkontinenz / OAB-Syndrom
    • Mischinkontinenz
    • Stuhlinkontinenz
  • Frührehabilitation nach Prostatektomie
  • Rückbildung nach Schwangerschaft (nach einer vaginalen Geburt ab 4 Wochen, nach einem Kaiserschnitt ab 6 Wochen
  • Erektile Dysfunktion (vorausgesetzt die Symptomatik bezieht sich auf die Folgen einer insuffizienten Beckenbodenmuskulatur)
  • nach Prostatektomie
  • Sexualempfindung und Orgasmusfähigkeit der Frau
  • Rücken-, Becken-, Hüft-, Muskel- oder Knochenschmerzen
  • Dekubitusprophylaxe
  • Präventive Stärkung der Beckenbodenfunktion vor (urologischen) Operationen

KONTRAINDIKATIONEN ABSOLUT

  • Schwangerschaft
  • Hüftimplantate
  • Kniegelenksprothesen (bis 10cm über Kniegelenk)
  • Schrauben, Nägel, Bohrdrähte und ähnliches (LWS, Becken)
  • Metallclips im kleinen Becken (z. B. Eileiter)
  • Blasenschrittmacher
  • Insulinpumpe
  • Herzschrittmacher
  • Defibrillator
  • Neurostimulator
  • Spirale Kupfer / Gold (Hormonspiralen müssen nach der Beendigung der Therapie auf ihre Position kontrolliert werden)
  • Herzerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Epilepsie
  • Metallhaltige Tätowierung / Piercing (Intimbereich)
  • Inkontinenz- und Menstruations-Unterwäsche
  • Vorangegangene Operation (< 8 Wochen, frühere Behandlungen durch Freigabe des behandelnden Arztes)

KONTRAINDIKATIONEN RELATIV

  • Menstruation
  • Akuter Harnwegsinfekt
  • Schmerzhafte Hämorrhoiden
  • Fieberhafte Infektion
  • Cochlea-Implantat
  • Blutverdünnende Medikamente

Vor jeder Benutzung des PelviPower:

  • Blase entleeren
  • Evtl. Pad- bzw. Windelwechsel bei Nässe
  • Metallische Gegenstände in den Gesässtaschen sind dringend zu entfernen, da sie sich stark erwärmen können.
  • Keine Mobiltelefone
  • keine Schlüssel, insbesondere Funkschlüssel
  • keine Kreditkarten
  • Uhr abziehen
  • kein Pager
  • kein Münz im Sack
  • Entfernung von Hörgeräten (empfohlen)
Einüben der aufrechten Körperhaltung im Rücken- und Beckenbodentraining
Einüben der aufrechten Körperhaltung im Rücken- und Beckenbodentraining
Einüben der aufrechten Körperhaltung im Rücken- und Beckenbodentraining
Buch die versteckte Kraft im Mann von Yvonne Keller
Buch die versteckte Kraft im Mann von Yvonne Keller
Buch die versteckte Kraft im Mann von Yvonne Keller
Beckenboden
Beckenboden
Impressionen_rueckencenter_Training
Impressionen_rueckencenter_Training
Buch Entdeckungsreise zur weiblichen Mitte von Yvonne Keller
SensoPro

SensoPro

SensoPro im med. Rücken-Center

Das Training auf dem SensoPro ist das beste, was Sie für Ihre Koordination und Stabilität tun können!

Sie profitieren von einer verbesserten Balance und einer wertvollen Sturtzprofylaxe.

 

Der Mensch besteht zu über 35% aus Muskulatur, was ungefähr 650 Muskeln entspricht. Bei jeder Bewegung im Alltag, Beruf, Sport und Freizeit sollten diese Muskeln effizient und ökonomisch zusammenarbeiten. Auf die Optimierung, den Erhalt oder die Wiedererlangung dieser Fähigkeit – Koordination – konzentriert sich SensoPro.

Dieses Koordinationsgerät wurde im Rahmen des Sportstudiums an der Uni Bern entwickelt und wird in Münsingen im Kanton Bern produziert. Nebst dem klassischen Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining wird mit dem SensoPro die wichtige Fähigkeit Koordination auf ein neues Level bringen. Einfach in der Anwendung, selbstständig bedienbar und zeitsparend wird der SensoPro von der Rehabilitation bis zum Leistungssport eingesetzt.

Das Training konzentriert sich auf folgende Aspekte:

  • Besseres Gleichgewicht und permanente Stabilität in allen möglichen Situationen (Sport, Freizeit, Alltag etc.)
  • Ökonomisierung des Muskelzusammenspiels: Mehr Leistung, weniger Aufwand!
  • Vermeidung von Fehlbelastungen und Verletzungsprävention: Mehr Sicherheit, mehr Mobilität!
  • verbessert die Rumpfstabilität.
  • Spass und Abwechslung im Training    

Vereinbaren Sie noch heute Ihren ersten Termin auf dem SensoPro. Sie werden erstaunt sein, wie rasch Sie dank diesem Gerät Fortschritte machen.

Film SensoPro

10 Irrtümer über Rückenbeschwerden

10 Irrtümer über Rückenbeschwerden

Irrtümer und falsche Informationen über den richtigen Umgang mit unserer Gesundheit und ganz spezifisch mit unserem Rücken, die aus mangelnden Erkenntnissen weiter verbreitet werden, hören wir in unserem Rücken-Center tagtäglich.

Es kursieren viele Meinungen darüber und sie halten sich hartnäckig. Doch mittlerweile kommt «rückenseidank» mehr Licht in die Therapie- und Trainingswelt hinein. Basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, aus verlässlichen und vorurteilsfreien Studien von höchster Kanzel der Schul- und Komplementär-Medizin herab, kommt Klarheit auch unters Volk. Sicherheit wird geschaffen, und falsche Informationen und mangelnde Kenntnisse weichen für mehr Einsicht im Alltag.

Hier die 10 grössten Irrtümer und die neusten Fakten und  Erkenntnisse:

1. „Schonung hilft bei Rückenschmerzen“. Dies mag bei vielen akuten Beschwerden zutreffen, aber nicht bei den meisten unterschwelligen Rücken-Schmerzen: die häufigsten Gründe für Schmerzen sind Bewegungsmangel, Stoffwechsel-Entgleisung und übersäuertes Gewebe. Muskeln, Bindegewebe und Bandscheiben wollen bewegt, durchblutet und bewässert werden: sie sind wie Schämme, die sich vollsaugen müssen, um elastisch und vital zu bleiben! Daher ist gesunde alltägliche Aktivität angesagt für einen Rücken im Gleichgewicht. Am besten mit einem Gesundheitstraining gegen den Bewegungsmangel und die einseitige Arbeitsbelastung.

2. „Eine beschädigte Wirbelsäule ist der Grund für Rückenschmerzen“. Dies entspricht leider nicht der Realität! Beginnende nicht akute Schmerzen oder ernsthafte Verletzungen wie Bandscheibenvorfälle und eingeklemmte Nerven oder Brüche basieren zu 90 % auf Bewegungsmangel und einer schlechten Körperhaltung, sowie ein Kalorien-Ueberschuss und dem resultierenden übersäuerten Körpergewebe. Woraus dann schlussendlich Rheuma, Arthritis und Arthrosen und anderen Struktur-Erkrankungen entstehen können.

3. „Stehen belastet – sitzen entspannt“. Irrtum! Zwar fühlt sich dies so an, aber bei geradem Stehen entsteht ein ausgewogener Druck von 100 % auf den Bandscheiben, beim Sitzen erhöht er sich auf 140 %. Sportstudien haben bewiesen, dass bei einer nach vorn gekrümmten Haltung der Druck sogar auf 200 % steigt! Also «Sitzen» schadet dem Rücken am meisten.

4. „Der Hexenschuss ist ein Bandscheibenvorfall.“ Irrtum! Ein Hexenschuss (Lumbago) ist ein akutes Geschehen der Wirbelsäule, meist eine Verrenkug eines Facettengelenks und entsteht oft bei einer „blöden Bewegung“. Die „blöde Bewegung“ entsteht in der Regel aus einem Bücken mit rundem Rücken und gleichzeitigem Drehen der Wirbelsäule.  Nach dem „Schuss“ folgt eine schmerzhafte Verspannung der umliegenden Muskulatur. Erkrankungen wie Arthrosen, Osteoporose, Bandscheiben-Abnützungen und rheumatische Krankheiten können einen Hexenschuss begünstigen.

5. „Eine harte Matratze tut dem Rücken gut“. Diese Meinung gehört nun wirklich zur vergangenen «Grossmutter’s Zeit»! Leider führen harte Matratzen zu Fehlstellungen der Körperhaltung und ganz spezifisch des gesamten Rückens während des Schlafens. Für den Kauf einer passenden Matratzen-Qualität und -Härte einschliesslich eines passenden Kopfkissens, für Seitenschlaf, Rückenschlaf, Schlafen währende der Schwangerschaft oder Bettlägerigkeit sollte eine Matratzen-Fachperson aufgesucht werden. Folgen einer schlechten Liegeposition  auf der falschen Matratze sind chronische Schmerzen, schlechter Schlaf und Taubheitsgefühle in den Gliedmassen wegen den Druckstellen.

6. „Körperliche Belastungen schädigen den Rücken“. Nur bedingt! Wer zum Beispiel über lange Zeit körperliche Aktivitäten, einschliesslich Sport oder Training, mit einseitigen Bewegungen betreibt, schädigt auf die Dauer seinen Rücken. Hauptursache für Rückenschmerzen bleibt jedoch ein «unausgewogener Lebensstil». Ein geschultes Körperbewusstsein durch einen achtsamen, aktiven Umgang mit unserem Körper und Rücken ist die beste Prävention für einen gesunden Rücken und Schutz gegen Rückenschmerzen.

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass nur 5 % der Wirbel-Abnutzung auf einseitige Bewegung zurückgehen. Hauptursachen sind doch Aktivitätsmangel bzw. Trägheit: wer dann viele Kisten im Frühling herumschleppt bei einem Wohnungsumzug oder Frühlingsputz, erleidet dann leider Verspannungen und akute Schmerzen wie aus dem Nichts!

7. „Leichte Beschwerden verschwinden von ganz alleine“. Das ist fast richtig, denn nicht jeder Schmerz muss durch einen Arzt oder Therapeuten behandelt oder operiert werden, aber dennoch verschwinden Schmerzen nicht von ganz alleine. Am besten holen Sie sich fachlichen Rat und achten auf einen gesunden Lebensstil mit viel Bewegung und Krafttraining. Nur so vergehen die Schmerzen nachhaltig.

8. „Bandscheibenvorfall: nur Operationen können helfen“. Auch das galt früher! Mit neuen achtsamen und individuell angepassten Therapien und minimalinvasiven OP-Methoden können heute Experten über 80 % der Bandscheibenvorfälle und Erkrankungen des Bewegungsapparates erfolgreich behandeln. Grosse Erfolge bei Bandscheibenvorwölbungen und -Vorfälle können auch die Wirbel-Katheter-Therapie, Bandscheibenlaser und neustens auch Stammzellen-Transplantationen sein.

9. „Kälte macht den Rücken anfällig für den Schmerz“. Ja, richtig: viele Menschen sind empfindlich auf Kälte und spüren die Kälte und kalte Feuchtigkeit in der Luft im Winter mehr als andere, weil ihr Körpergewebe noch steifer wird. Nein, nicht richtig ist, dass Kälte immer Beschwerden verursacht. Der akute Bewegungsmangel und mangelnde frische Luft in kalten und regnerischen Zeiten führt zu steifen Muskeln aufgrund schlechter Durchblutung und reduziertem Stoffwechsel bzw. ausbleibender Entschlackung. Der Rücken meldet sich dann schmerzgepeinigter!

10. „Rückenbeschwerden treten nur im Alter auf“. Das ist definitiv falsch: denn schon 30 % aller Schüler unter 18 Jahren leiden heutzutage an Rückenschmerzen und auch schon an Migräne. Hauptsächlich Mädchen und junge Frauen reagieren auf den Bewegungsmangel, einseitige und unausgewogene Ernährung und Hormonbehandlung als Verhütung mit Schmerzen im Bindegewebe, Bewegungsapparat, in Gelenken und im Kopf wegen des komplexeren weiblichen Hormonsystems. Wissenschaftliche Studien belegen heute, dass die stärksten Schmerzen Menschen zwischen 14 und 35 Jahren erleiden. Gründe dafür sind nachweisbar: die hohen Leistungsanforderungen in Beruf und Karriere-Ansprüche, Frauen durchleben den Karriere-Konflikt, und in der Freizeit bewegen wir uns weitaus weniger wegen des digitalen Zeitalters. Vor 50 Jahren war der Mensch noch weitaus mehr an der frischen Luft am Arbeiten und war erd- bzw. naturverbundener: ein Bandscheibenvorfall Anfang 30 ist längst kein Einzelfall mehr!

    Haben Sie Fragen zu diesem Text? Oder möchten Sie weitere Infos? Rufen Sie uns an oder kommen Sie zu uns an die Theke oder vereinbaren Sie hier Ihren Online-  Termin.  Wir freuen uns auf Sie!

    Text von Antonella Chiarella, dipl. Komplementär-Therapeutin des med. Rücken-Centers.

    Wenn sich die Organe senken

    Wenn sich die Organe senken

    Wenn sich die Organe senken.

     

    Vielen Frauen ist nicht bewusst, dass sie eine Organsenkung haben. Denn oft macht eine leichte Senkung keine Beschwerden. Etwa 30% der Frauen um die 45 Jahre, die entbunden haben, sind davon betroffen.

    Aber auch bei Frauen mit chronischem Husten, Übergewicht und mit körperlich strenger Arbeit ober bei solchen die wegen Verstopfung pressen müssen, senken sich die Organe.

    Im Alter häufen sich Senkungs- und Beckenbodenbeschwerden zusätzlich aufgrund der Veränderung des Gewebes und Muskelschwäche.

    Meist ist es die Blase die sich senkt (Zystozele) und sich dadurch oft nicht mehr vollständig entleeren lässt. Die Harnröhre und die vordere Scheidenwand werden meist mit nach unten gezogen, die Gebärmutter richtet sich dadurch auf und der Muttermund sinkt in die Vagina hinab.

    Frauen können in jungen Jahren ihren Muttermund meist fast nicht ertasten und erschrecken dann nach der Entbindung, dass dieser nun so weit unten spürbar ist.

    Auch der Enddarm kann sich senken und zu einer Rektozele führen. Es wird auch oft von einer vorderen oder hinteren Scheidenwandsenkung gesprochen. Dabei senkt sich die Blase in die vordere Scheidenwand, der Enddarm in die hintere ab. Auch Teile des Dünndarms können sich senken, wie der gesamte Beckenboden.

    Die ersten Symptome einer Senkung sind ein Schweregefühl, Druck nach unten und oft auch ein Fremdkörpergefühl. Frauen berichten auch, dass sie das Gefühl haben, etwas rutsche heraus. Weitere Symptome sind Schmerzen im Unterleib, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Inkontinenz. Meist nehmen die Beschwerden am Abend oder bei längerer körperlichen Anstrengung zu.

    Beim klassischen Untersuch in Rückenlage ist eine leichte Senkung oft nicht feststellbar, doch die betroffene Frau spürt im Alltag, dass etwas nicht stimmt.

    Eine Senkung wird in 1 – 4 Schweregrade eingeteilt. 1-2 ist eine leichte bis mittlere Senkung, bei 3 sind die Organe schon bis zu den Körperöffnungen abgesenkt und bei 4 schieben sie sich aus der Körperöffnung hinaus. Da wird von einem Prolaps gesprochen.

    Was hilft bei einer Senkung? Was ist die beste Prävention?

    Regelmässige Entlastungshaltungen ausführen. Sogenannte Umkehrpositionen sind Positionen, bei welchen der Beckenboden erhöht ist und so die Organe wieder an ihren Ort zurück finden. ZB: Knieellbogen-Lage, Brücke, Kerze, Becken auf Softball etc.

    Wichtig: Im Bett vor dem Schlafen noch einen Moment mit dem Becken in die Brücke hochgehen, so dass die Organe während der Nacht am richtigen Ort liegen und sich hier wieder festigen können.

    Beckenbodentraining Bestehend aus Wahrnehmungs-, Kräftigungs- und Entspannungsübungen in verschiedenen Positionen unter Einbezug der Atmung und Körperhaltung  – siehe Beckenboden-Recovery. Optimiert wird dieses mit dem Training auf dem PelviPower (Magnetfeld) und visualisiert mit dem Biofeedbacktrainier.

    Kein Pressen! Bei jedem Pressen werden die Organe mit Kraft nach unten geschoben. Deshalb Verstopfungen vermeiden und für einen geschmeidigen Stuhlgang besorgt sein. Unterstützend ist auch, wenn auf dem WC unter die Füsse eine Erhöhung gestellt wird, damit die Knie höher als das Hüftgelenk sind, so stimmt der Winkel im Becken für eine einfache Ausscheidung.

    Auch bei Kraftanstrengungen im Alltag und beim Krafttraining anstelle zu pressen hörbar ausatmen.

    Gute Körperhaltung. Immer wieder in die Längsspannung kommen. Situationen vermeiden, wo über lange Zeit die Wirbelsäule krumm ist  – wie oft am Computer, «hängend» im Sofa etc. Die Distanz zwischen Schambein und Brustbein soll immer so lang sein, wie bei einer korrekten, langgezogenen Körperhaltung. Krumme Haltung ist immer belastend für die Organe und den Beckenboden und begünstigt die Senkung. Dies ist auch im Training zu beachten. Crunches schieben die Organe nach unten. Die Bauchmuskeln sollen besser mit Alternativ-Übungen ohne Bauchraumkomprimierung trainiert werden.

    Impacts vermeiden oder richtig dosieren. Hüpfen, springen sei dies Joggen oder auf dem Trampolin sind bei lockeren und gesenkten Organen nicht förderlich für eine Verbesserung der Situation. Sind Körperhaltung (Längsspannung), Rumpfstabilität und Bindegewebe gut, können im richtigen (individuell) Mass Impacts okay sein.

    Weiter hilft es, Übergewicht zu reduzieren und lebenslang für eine gute Rumpfstabilisation und allgemeine körperliche Fitness bemüht zu sein.

    Ein Pessar, Ring oder Würfel aus Silikon, oder ähnliches ist ein gutes Hilfsmittel um das Runterrutschen der Organe zu verhindern. Dies wird von der Frau vaginal eingeführt. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.

    Helfen alle diese Massnahmen zu wenig und die Senkung ist sehr ausgeprägt, kann eine Operation die Beschwerden lindern. Eine Entfernung der Gebärmutter ist meist nicht nötig.

     

    Im Laufe des Lebens gibt unser Gewebe der Schwerkraft nach, doch mit einem aktiven und gesunden Lebensstil kann dies in Grenzen gehalten werden. Mit den beschriebenen Massnahmen hatten schon viele Frauen grossen Erfolg.

    An alle Betroffenen, Sie sind nicht alleine. Holen Sie sich Unterstützung. Bei Fragen oder Anmerkungen freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

     

    Yvonne Keller, Beckenboden-Recovery

    med. Rücken-Center Zürich

    1. November 2021

     

     

    Proteine

    Proteine

    Proteine, Bausteine des Körpers

    Ohne Proteine, auch Eiweiss genannt, ist kein Leben möglich.

    Eine ausgewogene Ernährung besteht aus den drei Makronährstoffen: Kohlenhydrate (Teigwaren, Brot, Reis, Mais…), Fette (Öl, Butter, Nüsse…) und Proteine (Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch…).

    Für was sind Proteine wichtig?

    • für den Zellaufbau unserer Muskeln, Knochen, Knorpel, Bindegewebe, Haut, Haare, Nägel…
    • für die Regeneration
    • für unser Immunsystem
    • für den Aufbau von Enzymen und Hormonen
    • für die Übertragung von Nervenimpulsen
    • für den Transport von Sauerstoff und Fetten
    • für den Aufbau von Kollagen, Antikörpern, Gerinnungsfaktoren

    Der Körper benötigt mindestens ca. 0.8g / kg Körpergewicht Proteine pro Tag. Beim Aufbau von Muskulatur bis zu 2 g/kg Körpergewicht pro Tag.

    Das heisst bei zirka 60 kg Körpergewicht: zirka 60 Gramm (bis 120 Gramm) Proteine pro Tag. Oder einfach gesagt: so schwer wie ich bin, so viel Gramm Protein brauche ich pro Tag. Bei drei Mahlzeiten am Tag sind dies pro Mahlzeit 20 Gramm.

    Es gibt folgende Proteine:

    Pflanzliche Proteine sind wesentlich leichter zu verstoffwechseln als Eiweisse tierischer Herkunft. Durch den geringeren Energieaufwand bei der Verstoffwechselung des pflanzlichen Eiweisses baut der Körper Energiereserven auf, die ihm zusätzliche Power geben. Gutes Eiweiss ist in den meiste Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja (Tofu) und in Produkten wie Quorn und Seitan vorhanden. Hier ist auf biologischen Anbau zu achten.

    Kleine Geschichtsstunde: Mit dem Wachstum der Bevölkerung in Europa nahm der Anbau von Eiweißpflanzen zu. Aufgrund ihrer guten Eigenschaften zur Vorratshaltung und ihrer sättigenden Wirkung betrug der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Hülsenfrüchten um 1850 noch 20 kg. Heute sind sie etwas in Vergessenheit geraten und der Verbrauch beträgt gerade mal 500 g pro Jahr – Tendenz jedoch wieder steigend! Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung spielen Hülsenfrüchte nämlich eine immer wichtigere Rolle – nicht nur für Menschen, die auf tierisches Eiweiß verzichten müssen oder wollen.

    Tierische Eiweisse in Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern haben einen sehr hohen Anteil an Purinen (Harnsäure), die massgeblich an der Übersäuerung des Körpers beteiligt sind.

    In jenen Mengen, wie sie heute von vielen Menschen verzehrt werden, sind sie daher eher als schädlich zu bezeichnen.

    Wer häufig grössere Mengen an Fleisch und Wurstwaren verzehrt, führt seinem Körper nicht nur ständig ein Übermass an Eiweissen, sondern auch reichlich Chemikalien und Purine zu. Überschüssiges tierisches Eiweiss wird im Körper gespeichert, in das Bindegewebe und die Blutgefässe eingelagert (Arteriosklerose!). 100 Gramm Poulet oder rotes Fleisch sind pro Mahlzeit mit über 20 gr. Eiweiss genug.

    Fischeiweiss ist grundsätzlich leichter verdaulich und ein guter Eiweissliferant. Auch liefert Fisch die in der modernen Ernährung oft seltenen Omega-3-Fettsäuren.

    Milch sollte eher wenig und wenn, in angesäuerter Form (Joghurt, Quark, Skyr, Dickmilch, Kefir…) verzehrt werden. Mandelmilch (ungesüsst) ist eine gute Alternative.

    Eier weisen die höchste biologische Wertigkeit an Nahrungsproteinen auf, sind reich an Fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) und enthalten das wertvolle Lezithin.

    Das Wertvollste ist das Eigelb, da fast alle Nährstoffe darin enthalten sind. Das Eiklar besteht hauptsächlich aus Wasser. Eier weisen einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin auf. Das ebenfalls enthaltene Lezithin kann viel Cholesterin im Darm binden und zur Ausscheidung bringen. Somit sind Eier als «Cholesterinbomben» entschärft!

    Eine grosse Rolle für den Nährstoffgehalt spielt die Fütterung und Haltung der Hühner.

    Eier sind umso leichter verdaulich, desto weniger stark gebraten oder gekocht sie sind.

    Protein-Tabelle:

    Text von Karin Then, dipl. Naturheilpraktikerin TEN

    Ergänzt durch Linda Spirig, Mitarbeiterin im med. Rücken-Center und Spezialistin für Bewegungs- und Gesundheitsförderung, im Rahmen des Vortrags „Proteine“ am Gesundheitsabend 2022 im med. Rücken-Center.

    Haben Sie weitere Fragen zu den Proteinen oder zum Theam Ernährung?  Wenden Sie sich an Linda Spirig (Sportler und gesunde Trainierende)  oder  Karin Then, Ernährungsberatung (Krankenkassen anerkannt).

    Betriebliches Gesundheitsmanagement im med. Rücken-Center

    Betriebliches Gesundheitsmanagement im med. Rücken-Center

    Unsere Dienstleistung besteht aus Therapie und Training  – wir geben alles für die Gesundheit unserer Klienten. Doch damit auch wir als Team und jede einzelne MitarbeiterIn möglichst gesund bleiben, ist das med. Rücken-Center als Arbeitsgeberin mitverantwortlich.

    Was wir im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements alles in unserem Team umsetzen, zeigen wir im Firmen-Portrait mit Film (realisiert von der Gesundheitsdirektion des Kanton Zürichs für „Prävention und Gesundheitsförderung“) auf.

    Praxisbeispiel Kleinbetrieb mit Film: Gesundheitsförderung im med. Rücken-Center 

    Die 7 Trainingsprinzipien

    Die 7 Trainingsprinzipien

    In der Trainingswissenschaft sind sogenannte Trainingsprinzipien definiert. Dies sind sieben Regeln, die einzuhalten sind, damit das Training seine gewünschte Wirkung zeigt und ein Trainingserfolg verzeichnet wird. Diese Prinzipien gelten für alle, egal ob jemand in der Rehabilitation ist, aus präventiven Gründen seine Gesundheit erhalten will, Körperfett verlieren, Muskelkraft steigern, Rückenschmerzen beseitigen oder sich im Leistungssport bewegt.

    Die 7 Trainingsprinzipien

    1. Prinzip des trainingswirksamen Reizes
    2. Prinzip der progressiven Belastungssteigerung
    3. Prinzip der variierenden Belastung
    4. Prinzip der optimalen Relation zwischen Belastung und Erholung
    5. Prinzip der Dauerhaftigkeit und Kontinuität
    6. Prinzip der Individualität und Altersgemäßheit
    7. Prinzip der Periodisierung und Zyklisierung

    1. Prinzip des trainingswirksamen Reizes

    Ohne die richtige Intensität im Training, finden keine Anpassungsreaktionen im Körper statt – keine Muskeln werden aufgebaut, die Ausdauer nicht verbessert oder das Lauftempo nicht gesteigert.

    Das Grundprinzip bildet das Prinzip der Superkompensation.

    Ohne Training befindet sich der Körper im Gleichgewicht. Der richtige Trainingsreiz führt zu einer Störung dieses Gleichgewichts

    Wenn der Körper einen Trainingsreiz erfährt, wird er dadurch ermüden, das heisst kurzfristig tritt eine Leistungsminderung ein, weil bestimmte Energiereserven aufgebraucht wurden. In der anschliessenden Pause erholt sich der Körper wieder. Da der Körper diese Ermüdung jedoch nicht ständig erfahren will, erholt er sich nicht nur bis er das alte Leistungsniveau wieder erreicht hat, sondern entwickelt bestimmte Strukturen im Körper sogar über dieses alte Level hinaus. Diese «Überentwicklung» ist die sog. Superkompensatio

    Wird nun der nächste Trainingsreiz genau auf dem Gipfel dieser Superkompensation gesetzt, wird die nachfolgende Ermüdung nicht mehr so stark ausfallen und anschliessende Erholungsphase sorgt wiederum für eine erneute Superkompensation.

    Das Prinzip der Superkompensation.

    Ein grundlegender Fehler im Training ist es demzufolge, wenn der nächste Trainingsreiz zu früh, also noch in der laufenden Erholung gesetzt wird. Wer dies häufig so macht und seine Regeneration missachtet, wird im Laufe der Zeit dauerhaft an Leistungsfähigkeit einbüssen. Genauso fehlerhaft ist es aber, wenn der nächste Trainingsreiz zu spät kommt, denn dann ist die Superkompensation wieder abgeflacht und man bleibt auf seinem alten Leistungsniveau sitzen.

    Aus diesem Prinzip lässt sich also die allerwichtigste Grundregel für den Trainingserfolg ableiten: Regelmässigkeit und Konstanz! Ein gesetztes Ziel erreichen Sie nicht nach dem Lust – und Launeprinzip!

    2. Prinzip der progressiven Belastungssteigerung

    Gleichbleibende Reize verlieren auf die Dauer ihre Wirksamkeit. Der Körper hat sich an die Belastung angepasst. Das Training stagniert. Um weiter Fortschritte zu erreichen, muss in gewissen Zeitabständen die Trainingsbelastung gesteigert werden.

    Die Trainingsbelastung kann auf verschiedene Weisen gesteigert werden:

    Erhöhung der Trainingshäufigkeit (Trainingseinheiten pro Woche).
    Erhöhung des Belastungsumfanges.
    Steigerung der Belastungsdichte (z.B. Verkürzen von Pausenzeiten).
    Erhöhung der Belastungsintensität (Z.B. mehr Gewicht).

    Je nach Trainingslevel kann die Belastung allmählich oder sprunghaft gesteigert werden. Anfänger sollten die Belastung in kleinen Schritten (allmählich) erhöhen. Dabei gilt die Regel: Umfang vor Intensität.

    Fortgeschrittene oder Leistungssportler müssen die Trainingsbelastung sprunghaft steigern, um überhaupt noch weitere Fortschritte zu erreichen. Da eine Umfangssteigerung kaum noch möglich ist, wird die Intensität gesteigert. 

    3. Prinzip der variierenden Belastung

    Auch gleichbleibende Übungen und Trainingsmethoden können zu einem Stillstand führen. Wichtig ist, immer wieder die Monotonie des Trainings zu durchbrechen und Abwechslung rein zu bringen.

    Die Trainingsbelastung kann auf verschiedenen Arten variiert werden. Folgende Möglichkeiten bestehen um die Belastungsmonotonie zu verändern:  

    • Neue Übungen integrieren
    • Andere Trainingsmethoden auswählen
    • Dauer der Übungsausführung (time under tension) verändern
    • Pausenzeiten verkürzen
    • Trainingsintensität erhöhen (z.B. Umfang, Dichte)
    • Bewegungsdynamik verändern

    Die Variation im Training kann zusätzlich die Motivation für das Training erhöhen. 

    4. Prinzip der optimalen relation zwischen Belastung und Erholung

    Egal welches Trainingsziel Sie verfolgen, Ihr Körper braucht genügend Zeit zur Regeneration.

    Zu kurze Erholungsphasen mindern nicht nur den Trainingserfolg, sondern können auch zu Verletzungen und Motivationsproblemen führen. Die Gefahr eines Übertrainings besteht.

    Zu lange Regenerationsphasen führen zum Verlust der Anpassungsreaktionen Nun ist die Sache allerdings etwas komplizierter als sie auf den ersten Blick erscheint, denn der Grad der Ermüdung und die Geschwindigkeit der Erholung unterliegen zahlreichen Einflussfaktoren. Je intensiver das Training war, desto tiefgreifender ist die Ermüdung. Je besser die Ernährung, der Schlaf, das Stressmanagement etc. ist, desto besser und schneller verläuft die Erholung. Eine jüngere Person erholt sich schneller als ein älterer Mensch. Von bereits «gewohnten» Trainingsformen erholt man sich schneller, als von Trainingsarten, die man noch nie absolviert hat. Nach einem Ausdauertraining verlaufen andere Erholungsprozesse als nach einem Krafttraining.

    Es liegt also auf der Hand, dass die Ermüdung und Erholung nicht standardisiert für alle gleich sein können, weshalb eine erfahrene Fachperson hier sehr wichtig ist, um das Training zu steuern.

     

    Relation zwischen Belastung und Erholung

      

    5. Prinzip der Dauerhaftigkeit und Kontinuität

    Ein einmaliges Training führt zu keinem Erfolg. Um das Trainingsziel zu erreichen und zu erhalten, muss das Training mehrfach und über einen längeren Zeitraum wiederholt werden.

    Bleiben die Belastungen aus, fällt der Körper auf das Ausgangsniveau zurück.

    6. Prinzip der Periodisierung und Zyklisierung

    Niemand kann das ganze Jahr in Topform sein. Insbesondere für Profi- und Leistungssportler ist es wichtig, ein Trainingsjahr in verschiedene Zyklen einzuteilen. So schaffen sie es, in der Wettkampfphase in Höchstform zu sein.

    Auch im Fitnesstraining ist es notwendig, den Trainingsplan in gewissen Zeitabständen systematisch zu verändern. Dabei können beispielsweise Übungen, Satzzahlen, Wiederholungszahlen oder Pausenzeiten verändert werden.

    Durch eine Periodisierung kann die Leistung längerfristig verbessert werden. Es sollten sich Phasen mit starker körperlicher Belastung mit Phasen reduzierter körperlicher Belastung abwechseln.

    Die Zyklen können dabei unterschiedlich lang sein. Auch müssen nicht immer alle Übungen ausgewechselt werden.

    7. Prinzip der Individualität und Altersgemäßheit

    Die körperlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse spielen ebenfalls eine große Rolle. So müssen beispielsweise das Alter, die Anatomie, Verletzungen und Erfahrungen bei der Planung berücksichtigt werden.

     

    Ihr Trainingsplan soll zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passen.
    Vereinbaren Sie hier mit uns Ihre nächste Trainingsplanbesprechung.

    Yvonne Keller, med. Rücken-Center, Zürich

     

    Quellen:
    André Tummer, Chefredaktor des Fachmagazin Bewegungsmedizin
    Deborah Werner, Fitness Editor & Fitness-Ökonomin

     

    COACH YOURSELF

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