Weihrauch – ein uraltes Heilmittel

6. Aug. 2020

Weihrauch hilft bei Schmerzen und Entzündungen.

Ärzte der Antike therapierten mit Weihrauch Blutungen und  Hautkrankheiten. Den Ägyptern galt Kauweihrauch als beliebtes Mittel für frischen Atem, und in China behandelten Ärzte sogar Lepra mit dem Harz. Der berühmte persische Arzt des Mittelalters, Avicenna, empfahl Weihrauch für eine Vielzahl von Therapien. In seinem Kanon der Medizin ist zu lesen, eine Behandlung mit Weihrauch stärke das Gedächtnis.

Vielfältig waren in der Vergangenheit die medizinischen Anwendungen des Weihrauchs. Nahezu alle berühmten Ärzte und Heiler priesen seine positiven Wirkungen. Das indische Heilsystem Ayurveda behandelte mit Weihrauch unter anderem chronische Arthritis, Bronchitis und schleimige Durchfälle.

Indischer Weihrauch (Olibanum indicum) enthält als wichtigste Wirksubstanzen Boswelliasäuren und ätherisches Öl. Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd, abschwellend und antibiotisch.

Weihrauch ist das Harz des Weihrauch-Baumes (Boswellia). Diese Pflanzengattung zählt zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae) und umfasst etwa 24 verschiedene Arten. Im Europäischen Arzneibuch ist nur Indischer Weihrauch (Olibanum indicum) angeführt – das Harz von Boswellia serrata.

Boswellia serrata ist ein in Indien beheimateter und an trockenen Stellen wachsender Baum. Seine unpaarig gefiederten Blätter sind an den Enden der Zweige zusammengedrängt. Die grünlich aschfarbene Rinde schält sich in papierdünnen, glatten Stücken ab.

Zur Gewinnung des Harzes werden die Stämme und Äste wild wachsender Bäume angeschnitten. Der austretende weißliche Milchsaft trocknet an der Luft zu einer zähen Masse, das dann nach einigen Monaten eingesammelt wird. Die Ernte kann nur bis zum Blattaustrieb und zur Blüte erfolgen, danach müssen die Bäume geschont werden. Das gewonnene Gummiharz kommt in Form weißlich bestäubter, gelblicher, gelblich-rötlicher oder bräunlicher, unregelmäßiger Stücke oder kleiner Körner in den Handel.

Die zeitraubende Gewinnung und die langen Handelswege waren der Grund, warum Weihrauch früher in verschiedenen Kulturen als ein hoch angesehenes Luxusgut galt. Mit dem beim Verbrennen des Gummiharzes entstehenden aromatischen Duft wurden Götter und Könige verehrt. Außerdem wurden im alten Ägypten hochrangige Persönlichkeiten damit mumifiziert.

Eine lange und bedeutende Tradition hat das Gummiharz zudem in der traditionellen Heilkunde vieler Kulturen. So verwendeten etwa die indische, chinesische, arabisch, griechisch-römische und ägyptische Medizin den Weihrauch gegen verschiedenste Entzündungen und Infektionen.

 

Quellen:
  • Gensthaler, G.: Weihrauch – Mit Gold aufgewogen, PTA-Forum, Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 02/2014: http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de
  • Kooperation Phytopharmaka GbR: www.koop-phyto.org (Abruf: 04.08.2017)
  • Mayer, J.G. et al.: Handbuch der Klosterheilkunde, Zabert Sandmann Verlag, 2006
  • Schilcher, H. et al.: Leitfaden Phytotherapie. Elsevier Verlag GmbH, Urban & Fischer Verlag, 4. Auflage, 2010
  • Schöpke, T., Institut für Pharmazie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: Botanik für Pharmazeuten: www.pharmakobotanik.de (Abruf: 04.08.2017)
  • Schrott, E. & Ammon, H.P.T.: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer-Verlag, 2012

 

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