Wie verlasse ich mein Hamsterrad?

Hamster auf dem Rad

Hilfe! Ich bin im Hamsterrad

Kennen Sie dieses Gefühl?

Alles dreht sich immer schneller. So viele Termine, die  Pendenzenliste wird immer länger anstatt kürzer. Ich habe keine Zeit. Ich laufe auf Reserve. Ich mag nicht mehr. Ich will morgens nicht aufstehen. Auch der 5. Kaffee oder das RedBull macht mich nicht mehr munter. Ich bin ausgebrannt. Meine Lebensfreude schwindet und ich habe Migräne, Bauchschmerzen oder einen verspannten Kiefer…

Können wir das Hamsterrad verlassen?

Eigentlich hätte mit dem elektrischen Kochherd, der Waschmaschine und dem Geschirrspüler schon eine echte Mehrzeit entstehen sollen. Spätestens mit Fax, Computer und Smartphone sollte unser Leben so einfach, mühelos und effizient werden, dass wir in Freizeit nur so schwelgen könnten.

Doch dem ist nicht so. Das Hamsterrad dreht sich und dreht sich. Wir hetzen von einem Termin zum anderen so als wären wir auf der Flucht.

Oft ist die einzige Bremse in unserem Leben die Gesundheit. Durch Schmerzen und körperlichem Versagen werden wir runtergefahren und haben auf einmal Zeit, uns Gedanken über unser weiteres Leben zu machen.

Damit es nicht so weit kommt und nicht erst körperliche Leiden oder psychische Breakdowns uns stoppen,  müssen wir den Ausstieg aus dem Hamsterrad finden.

Ich habe in meinem Leben schon einige Hamster beobachten können. Je schneller dieser rennt, desto schneller dreht das Rad. Zum Aussteigen läuft es langsamer und noch langsamer, so wird auch das Rad langsam.

Wir bestimmen selbst, wie schnell sich unser Rad drehen soll. Langsam, langsam… «pole pole» – kenne Sie diesen Ausdruck? Alle die schon die Wanderung hoch zum Kilimanjaro machten, kennen dieses «pole pole» sehr gut. In der Sprache der Guides und Gepäckträger heisst «pole pole» langsam langsam, denn nur wer im Aufstieg langsam, sehr langsam geht, wird den Gipfel erreichen.

Auch auf unserem Lebensweg ist «pole pole» ein guter Rat, um gesund und fröhlich bis ans Ziel zu gelangen.

Sicher gibt es immer Phasen von Hektik und verschiedensten Herausforderungen, die unser zackiges Eingreifen erfordern – sei es als Mutter von kleinen Kindern, im Berufsalltag oder in Notfallsituationen. Doch sollten wir diese Phasen nicht zur Gewohnheit werden lassen. Suchen wir bewusst immer wieder das «pole pole». Langsam – das Tempo meiner Seele angepasst. So können sich auch körperliche und psychische Symptome wieder lösen. Schmerzen, Verspannungen, Herzrasen, Schlaflosigkeit, hyperaktive Blase und Stress verschwinden. Dafür kehren Freude, Kreativität, Spiritualität und Frieden zurück.

Doch wie kann ich mein Hamsterrad langsamer drehen lassen?

Hier ein paar Ideen:

  • Agenda ausmisten. Was ist mir wirklich wichtig. Welche Termine kann ich streichen? An wie vielen Abenden pro Woche will ich frei und ohne Termine sein? Was tut mir am Wochenende wirklich gut? Mut haben, um Termine abzusagen.
  • Wieviel Zeit verbringe ich in den Sozialen Medien oder vor dem Fernseher. Will ich dies wirklich?
  • Singen Sie! Besonders tiefe Töne oder auch das Summen aktivieren den Vagusnerv (Teil vom Parasympathikus). Dies beruhigt und regeneriert unsern Körper. Das regelmässige Singen soll wieder unseren Alltag erobern.
  • Atemübungen und Entspannungstechniken erlernen.
  • Monotone Tätigkeiten beruhigen uns. Gehen Sie spazieren, wandern, rudern oder beginnen Sie zu stricken, zeichnen, malen… machen Sie das, was Sie schon immer mal tun wollten.
  • Planen Sie sich am besten täglich eine «Stille-Zeit», Meditation oder bewusstes Nichtstun.
  • Kein Multitasking – auch wir Frauen können es nicht wirklich. Alles was Sie tun, versuchen Sie bewusst zu tun, mit positiven Gefühlen und in Liebe. Auch Windeln wechseln, Abwaschen, Abfall rausbringen…
  • Sport ist wunderbar und das Training der Muskulatur ist lebenswichtig. Doch auch hier – alles im Rahmen und zu seiner Zeit. Wer nach einem hektischen Tag noch voll Power Joggen geht oder im Kraftraum den Körper völlig ermüdet und dies ohne darauffolgende Regeneration, derjenige bringt seinen Körper und die Psyche in einen Stresszustand.

Warten Sie nicht, bis Sie krank werden oder zusammenbrechen. Fragen Sie sich jetzt: Was zählt am Schluss von meinem Leben? Was bleibt mir von all diesem hektischen Tun am Schluss übrig? Was will ich nach meinem Tod hinterlassen? Wie will ich in Erinnerung bleiben? Was kommt nach dem Tod? Wie will ich mich darauf vorbereiten?

Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Wie schnell soll sich in Zukunft ihr Hamsterrad drehen? Oder schaffen Sie sogar den Ausstieg?

Ihre Gesundheit und ihre Lebensfreude sagen Danke.

Yvonne Keller,

Januar 2025

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